4 Generationen, 1 Gesellschaft - Für eine gerechte Generationenpolitik


Wie reagieren wir auf Arbeitnehmende, die zunehmend länger im Arbeitsprozess stehen? Brauchen wir eine neue Alterspolitik oder besser eine Generationenpolitik? Was ist wirklich «enkeltauglich»?

Wir werden immer älter. Auf die Generation der «Golden Agers» mit ihrem Potenzial an Lebens- und Berufserfahrung folgt das vierte Alter: Hochbetagt nimmt die Gebrechlichkeit zu, ebenso das Angewiesen-Sein auf Unterstützung. Längst beanspruchen vier Generationen ihren Platz in unserer Gesellschaft. Sie erwarten Wertschätzung und wollen nicht nur als Last oder Kostenfaktor wahrgenommen werden.

Die demografische Entwicklung stellt uns vor grosse Herausforderungen: Die Wirtschaft muss auf Arbeitnehmende reagieren, die zunehmend länger im Arbeitsprozess stehen. Die Frage der Generationengerechtigkeit in der Alterssicherung ist nach wie vor ungelöst. Themen wie betreutes Wohnen, Altersarmut und Vereinsamung, die Finanzierung der Pflege, der Umgang mit Demenz, Palliative Care und Sterbekultur warten auf Antwort. Es braucht auch hier nachhaltige Lösungen, die ethisch vertretbar sind. Es braucht eine wirkliche, koordinierte Alterspolitik, mehr noch: eine gerechte Generationenpolitik.

Was wir fordern:

  • Die EVP fordert, die Altersvorsorge endlich generationengerecht auszugestalten: Die Umverteilung in der 2. Säule zuungunsten der jüngeren Generationen muss beseitigt werden. Der Sparprozess in der beruflichen Vorsorge gehört vorverlegt. Altersrücktritte sollen flexibilisiert und entsprechende Rentenkürzungen für Personen mit langer Erwerbsdauer und tiefem Einkommen sozial abgefedert werden. Für Männer und Frauen soll dasselbe Referenzalter gelten.
  • Die EVP plädiert für den konsequenten Ausbau des Angebots an bedarfsgerechten Wohnkonzepten wie betreutes Wohnen, Generationenhäuser oder Alters-WGs.
  • Die EVP fordert modulare Pflegemodelle, die flexibel auf den real vorhandenen individuellen Pflegebedarf reagieren können. Es gilt, ein möglichst langes und eigenständiges Verweilen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und so vorzeitige, kostenintensive Eintritte ins Pflegeheim zu verhindern.
  • Die EVP fordert innovative interprofessionelle medizinische Versorgungsmodelle zur Sicherung der Grundversorgung angesichts des drohenden Hausarztmangel.
  • Die EVP fordert einen flächendeckenden Ausbau der Palliative Care als Alternative zur Suizidbeihilfe.

Dafür setzen wir uns ein:

  • Für Generationengerechtigkeit in der Altersvorsorge
  • Für bedarfsgerechte Wohn- und Pflegemodelle
  • Für innovative medizinische Versorgungsmodelle
  • Für flächendeckende Palliative Care statt Suizidbeihilfe

Mitmachen?

Sie möchten auf diesem Themengebiet leidenschaftlich und fachkompetent mitarbeiten? Sehr gerne! Einfach melden unter info@evppev.ch.