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Generationenpolitik

Generationenpolitik


Wie reagieren wir auf Arbeitnehmende, die zunehmend länger im Arbeitsprozess stehen? Brauchen wir eine neue Alterspolitik oder besser eine Generationenpolitik? Was ist wirklich «enkeltauglich»?

Es sind eigentlich gute Botschaften: Wir leben immer länger und gewinnen sozusagen eine neue Generation bei durchschnittlich guter Gesundheit, das 3. Alter. Die wachsende Zahl der «Golden Agers» entfaltet ein wunderbares Potenzial an Lebens- und Berufserfahrung für das Wohl der Gesellschaft, verbunden mit Weisheit und freier Zeit.

Alles richtig, ein Segen für die Gesellschaft, aber danach kommt dann doch noch das 4. Alter. Man ist dann hochbetagt, die Gebrechlichkeit nimmt zu, die Auseinandersetzung mit der Fragilität und dem Angewiesensein auf Unterstützung wird unvermeidlich.

Die Politik befasst sich mit vielerlei Themen, die im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung entstanden sind: Das betreute Wohnen, die Finanzierung der teuren Pflege im Heim, die Unterstützung für pflegende Angehörige. Generationenprojekte in Schulen, Krippen im Quartier. Hochbetagte chronisch Kranke im Spital, Übergangspflege und Langzeitpflege. Zeittauschmodelle, Renten und Alterssicherung. Demenzstrategie, PalliativCare, Sterbebegleitung, Patientenverfügung. Das Verhindern von Altersarmut und Vereinsamung und so weiter.

Aber was es wirklich heisst, dass vier Generationen einen Platz in der Gesellschaft beanspruchen, der wertgeschätzt wird, dass eine 4. Generation nicht nur als Last und Kostenfaktor wahrgenommen werden möchte, dafür hat die Politik bisher wenig Konzepte. Was heisst eigentlich genau «Enkeltauglichkeit»?

Wie reagiert die Wirtschaft auf Arbeitnehmende, die zunehmend länger im Arbeitsprozess stehen? Was fördert Lebensqualität im Alter? Was löst der Trend zum «selbstbestimmten» Sterben aus? Haben wir eine Sterbekultur, wie es andere Religionen pflegen, oder sind wir als Christen gefragt, eine zu entwickeln? Brauchen wir nicht eine wirkliche Alterspolitik, mehr noch: eine Generationenpolitik?