Heute Dienstag hat der Nationalrat vier Vorstösse zu behandeln, welche ein steuerlich begünstigtes Bausparen auf kantonaler Ebene ermöglichen wollen. Wer für ein eigenes Haus spart, soll diese Ersparnisse während einer bestimmten Zeit nicht versteuern müssen.
Ruedi Aeschbacher, Nationalrat und Präsident der EVP, ist diesbezüglich eher zurückhaltend: „Was ist mit jenen Familien, deren Einkommen kaum für die täglichen Bedürfnisse ausreicht? Viel dringender müssen wir die Familien grundsätzlich steuerlich entlasten, damit diese überhaupt etwas auf die Seite legen können.“ Das beste Bausparmodell nützt nichts, wenn es von einer Mehrheit der Bevölkerung gar nicht benützt werden kann, weil die entsprechenden Mittel fehlen. Schon heute können in der 3. Säule Gelder im Hinblick auf ein eigenes Haus steuerlich begünstigt angespart werden. Gleichzeitig kommt das Bausparmodell dem Ziel eines einfacheren Steuersystems in die Quere.
Wichtiger als das Bausparen ist auch ein Systemwechsel beim Eigenmietwert: Wenn dieser nicht mehr versteuert werden muss, im Gegenzug aber auch keine Abzüge wie Hypothekarzins- oder Unterhaltskosten mehr zulässig sind, fallen die Anreize zum Schuldenmachen weg. Heute bezahlen Steuerpflichtige mit einer hohen Hypothekarverschuldung deutlich weniger Steuern als solche ohne diese Verschuldung.
Die Prioritäten der EVP bezüglich Bausparen lauten also zusammengefasst: 1. Familien steuerlich entlasten. 2. Steuersystem vereinfachen. 3. Eigenmietwert abschaffen und damit Anreize zur Verschuldung entfernen. 4. Wohneigentum fördern.
Zürich, den 25. September 2007/nh