EVP unterstützt Nothilfepaket für den Sudan

EVP unterstützt Nothilfepaket für den Sudan

Der Bundesrat will mit einem dringlichen Nothilfepaket humanitäre Hilfe im Sudan leisten. Der zweieinhalb Jahre andauernde Bürgerkrieg hat zu unermesslichem Leid in der Zivilbevölkerung und zur aktuell weltweit grössten humanitären Katastrophe geführt. Die EVP begrüsst die Bemühungen des Bundesrates und appelliert an die Finanzdelegation der Bundesversammlung, den beantragten Nachtragskredit von 50 Millionen Franken umgehend zu genehmigen.

Massaker an der Zivilbevölkerung, sexualisierte Gewalt als Kriegsmittel und die Vertreibung von Millionen von Menschen – das Leid im Sudan hat ein unerträgliches Ausmass angenommen. Der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF) werden zahlreiche Kriegsverbrechen und eine masslose Brutalität gegenüber der Zivilbevölkerung vorgeworfen. Die Grausamkeit hat mit der Eroberung der Stadt El-Fasher Ende Oktober einen neuen Höhepunkt erreicht.

«Das Leid im Sudan ist unerträglich. Wir müssen dringend humanitäre Hilfe leisten und ein Zeichen setzen!»
Nik Gugger, Nationalrat EVP/ZH

Finanzdelegation soll Kredit freigeben

Der Bundesrat braucht für das ausserordentliche Nothilfepaket einen dringlichen Nachtragskredit, welcher von der Finanzdelegation der Bundesversammlung genehmigt werden muss. Damit soll in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen zumindest ein Teil der dringendsten Bedürfnisse – insbesondere Nahrungsmittel, Trinkwasser, medizinische Versorgung, Unterkünfte und Schutzmassnahmen – gedeckt werden, wie der Bundesrat mitteilt. Die EVP appelliert an die sechs Mitglieder aus National- und Ständerat, den Kredit umgehend freizugeben:

«Werte Kolleginnen und Kollegen der Finanzdelegation, bitte haben Sie Mitgefühl! Stimmen Sie diesem Akt der Menschlichkeit zu!»
Marc Jost, Nationalrat EVP/BE

 

Weiterführende Links:

Medienmitteilung des Bundesrates