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Newsartikel

Zählt Solidarität in der Schweiz noch?

Heute Diens­tag hat in Basel die Gene­ral­ver­samm­lung des Pharma-Konzerns Novar­tis statt­ge­fun­den, deren Prä­si­dent Daniel Vasella mit 44 Mil­lio­nen Fran­ken Ein­kom­men der oberste Abzo­cker der Schweiz ist. Die EVP will mit der von ihr unter­stütz­ten Initia­tive gegen die Abzo­cke­rei den drin­gend not­wen­di­gen Gesin­nungs­wan­del unter­stüt­zen: Soli­da­ri­tät und Selbst­be­schrän­kung statt unge­hemmte Selbst­be­die­nung!

Daniel Vasella und sei­nes­glei­chen bewe­gen sich mit ihrer Höchst­lohn­po­li­tik in dün­nen Luft­schich­ten: eine breite Mehr­heit der Bevöl­ke­rung kann die gras­sie­rende Selbst­be­die­nungs­men­ta­li­tät nicht nach­voll­zie­hen. Peter Zieg­ler, ehe­mals Chef­re­dak­tor des Bunds, bringt es im Tages Anzei­ger auf den Punkt: „Ospel, Vasella & Co. gefähr­den den sozia­len Zusam­men­halt, die soziale Balance, sowie die seit Jahr­zehn­ten erfolg­reich gelebte Sozi­al­part­ner­schaft zwi­schen Arbeit­neh­mern und Arbeit­ge­bern. Und: Sie unter­gra­ben einen abso­lu­ten Wert unse­res Staats- und Gemein­we­sens: die Schich­ten und Gene­ra­tio­nen über­grei­fende Soli­da­ri­tät.“

 

Fällt aber die Soli­da­ri­tät weg, dann bezah­len wir die Steu­ern nicht mehr gerne. Wir drü­cken uns vor Mili­tär und Zivil­dienst und leis­ten kei­nen Ein­satz mehr fürs Vater­land. Das Schick­sal von unse­ren Eltern in den Alters- und Pfle­ge­hei­men ist uns egal. Ehren­amt­li­che Tätig­kei­ten in poli­ti­schen Ämtern, Kir­chen und Ver­ei­nen rei­zen uns nicht mehr. Wir wol­len nur noch das eine: uns berei­chern wie es Daniel Vasella tut. Koste es was es wolle. Auf die Kos­ten von wem auch immer.

 

Die Marke EVP steht nicht für Gleich­ma­che­rei und Umver­tei­lung bis zur Unkennt­lich­keit. Werte wie Eigen­in­itia­tive und Selbst­ver­ant­wor­tung sind der Par­tei enorm wich­tig. Weil aber der Mensch zu Eigen­nutz und Selbst­be­die­nung neigt, steht die EVP für die Unter­stüt­zung der Volks­in­itia­tive gegen die Abzo­cke­rei, für die Unter­stüt­zung der Peti­tion „Genug zum Tei­len“, wel­che die Armuts­be­kämp­fung im bun­des­rät­li­chen Legis­la­tur­pro­gramm ver­an­kern will, für mehr Gerech­tig­keit zwi­schen Gene­ra­tio­nen, Stadt und Land, den ver­schie­de­nen Bevöl­ke­rungs­tei­len in unse­rer Schweiz.

 

Zürich, den 6. März 2007/nh