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Verbrauchsabhängige Benzinpreise mit Eco-Tag

Ver­brauchs­ab­hän­gige Ben­zin­preise – wer ein Auto mit hohem Ben­zin­ver­brauch besitzt, soll über­durch­schnitt­lich viel für den Sprit bezah­len müs­sen, wer ein spar­sa­mes Auto fährt, soll güns­ti­ger tan­ken kön­nen. Diese Idee – ein­fach rea­li­sier­bar mit einem so genann­ten Eco-Tag – regt EVP-Nationalrat Hei­ner Stu­der mit einem Pos­tu­lat an.

Das Pos­tu­lat von EVP-Nationalrat Hei­ner Stu­der (EVP, AG) für ver­brauchs­ab­hän­gige Ben­zin­preise im Wort­laut:

 

„Mit dem Ziel, ver­brau­cher­ori­en­tierte und fahr­zeug­ab­hän­gige Treib­stoff­preise zu rea­li­sie­ren und damit Anreize zu set­zen für den Kauf und die Benüt­zung von Motor­fahr­zeu­gen, die Umwelt und Klima mög­lichst wenig belas­ten, wird der Bun­des­rat ein­ge­la­den, den Ein­bau eines „Eco-Tag“ in jedem Fahr­zeug zu prü­fen.

 

Begrün­dung:

Die CO2-Belastung soll auf die Ver­ur­sa­cher abge­wälzt wer­den. Eine zusätz­li­che fahr­zeug­ab­hän­gige Grund­steuer ist für „Wenig­fah­rer“ im Ver­hält­nis zu teuer und für „Viel­fah­rer“ zu güns­tig. Wer ein umwelt­freund­li­ches Fahr­zeug fährt, sollte belohnt wer­den. Wer ein umwelt­schäd­li­ches Fahr­zeug fährt, sollte bestraft wer­den. Wer viel fährt, soll mehr bezah­len müs­sen als jemand, der wenig fährt.

 

Um die­ses Pro­blem zu lösen, hat Pas­cal Bolli, Schul­strasse 9, 2572 Möri­gen, den „Eco-Tag“ ent­wi­ckelt. Auf dem „Eco-Tag“ ist die ent­spre­chende Treibstoff- und Ver­brau­cher­gruppe gespei­chert. In jede Tank­säule wird ein „Eco-Tag“-Leser ein­ge­baut. Die Tank­säule liest berüh­rungs­los das im Fahr­zeug ein­ge­baute „Eco-Tag“ und passt den Treib­stoff­preis ent­spre­chend an.

 

Es kön­nen belie­big viele Ver­brau­cher­grup­pen defi­niert wer­den, z.B. anhand von CO2-Werten, Fahrzeug-Anwendungsgebiet, Berufs­gat­tung usw. Es wird ein Stan­dard­preis defi­niert, anhand wel­chem je nach Ver­brau­cher­gruppe der Preis ver­min­dert oder erhöht wird. „Eco-Tag“ berück­sich­tigt das Ver­ur­sa­cher­prin­zip, ermög­licht eine ein­fa­che Abrech­nung, ist tech­nisch ein­fach zu rea­li­sie­ren und eine sehr robuste Lösung. „Eco-Tags“ sind güns­tig und kön­nen zusam­men mit dem Abgas­test aktua­li­siert und admi­nis­triert wer­den.

 

Der Umbau der Tanks­säu­len ist ein­fach zu bewerk­stel­li­gen. „Eco-Tag“ kann von jeder Garage ein­ge­baut wer­den. Der admi­nis­tra­tive Auf­wand ist sehr klein, da die Abrech­nung via Ben­zin­preis und die gesamte Abrech­nung elek­tro­nisch erfolgt. Die Anpas­sung der Treibstoff- und Ver­brau­cher­grup­pen und der dar­aus resul­tie­rende Ben­zin­preis kann elek­tro­nisch von ferne ange­passt wer­den. „Eco-Tag“ kann man so sicher machen, dass es fast unmög­lich wird zu betrü­gen.

 

 

„Eco-Tag“ ermög­licht es, ver­schie­dene Ver­brau­cher­grup­pen zu defi­nie­ren, z.B. Land­wirt­schaft, Mili­tär, Trans­port­un­ter­neh­men. „Eco-Tag“ schafft Arbeits­plätze, auch nie­der­schwel­lige. „Eco-Tags“ und „Eco-Tag“-Leser kön­nen in der Schweiz pro­du­ziert wer­den.

 

Fra­gen, die geklärt wer­fen müs­sen:.

  • Anhand von wel­chem Preis wer­den Kanister­fül­lun­gen und  Zis­ter­nen berech­net?
  • Zu wel­chem Preis wer­den treib­stoff­be­trie­bene Maschi­nen und Fahr­zeuge abge­rech­net, wel­che nicht zu einer Tank­stelle gefah­ren wer­den kön­nen?
  • Das Fest­le­gen von fai­ren Ver­brau­cher­grup­pen, z.B. Land­wirt­schaft, Boote usw. wird nicht ein­fach sein.

Es lohnt sich, die­sen Vor­schlag ernst­haft zu prü­fen. Dar­auf­fol­gend wird die Umset­zung an die Hand zu neh­men sein.“

 

Zürich, den 27. März 2007/nh/hs