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Newsartikel

Rezepte der EVP sind mehrheitsfähig

Freude herrscht bei den EVP-Nationalrätinnen Mari­anne Streiff (BE) und Maja Ingold (ZH). Der Natio­nal­rat hat ges­tern Abend ihren Motio­nen „Ent­las­tung für Eltern behin­der­ter Kin­der mit Spitex sicher­stel­len“ bzw. „Sui­zid­prä­ven­tion. Hand­lungs­spiel­raum wir­kungs­vol­ler nut­zen“ zuge­stimmt.

Der Natio­nal­rat hat ges­tern Abend auf einer lan­gen Liste von Vor­stös­sen je einer Motion der bei­den EVP-Nationalrätinnen Mari­anne Streiff (BE) und Maja Ingold (ZH) zuge­stimmt. Das zeigt, dass die Rezepte der EVP mehr­heits­fä­hig sind. Die Vor­stösse wer­den nun im Stän­de­rat trak­tan­diert.

 

Mit der Motion 11.3959 beauf­tragt Mari­anne Streiff den Bun­des­rat, alles Nötige zu unter­neh­men, damit Eltern von Kin­dern mit einer Behin­de­rung bei Bedarf unkom­pli­ziert und schnell qua­li­fi­zierte Hil­fe­stel­lun­gen wie Spitex, Ent­las­tungs­dienste oder tele­fo­ni­sche Bera­tungs­an­ge­bote in Anspruch neh­men kön­nen. Aktiv wurde Mari­anne Streiff, als die IV die Spitex-Leistungen für Kin­der mit Geburts­ge­bre­chen strich. Eltern von Kin­dern mit einer Behin­de­rung wür­den eine unbe­schreib­lich grosse und anspruchs­volle Arbeit leis­ten, so Streiff. Wer dann an seine Belas­tungs­gren­zen stosse, müsse Hilfs­an­ge­bote in Anspruch neh­men kön­nen. Das sei heute nicht immer der Fall. Es dürfe Eltern aber nicht zuge­mu­tet wer­den, dass sie wegen feh­len­der Unter­stüt­zung die Ent­wick­lung des Kin­des und ihre eigene Gesund­heit aufs Spiel set­zen müss­ten. Mari­anne Streiff konnte die Mehr­heit des Rates von ihrem Anlie­gen über­zeu­gen: Der Natio­nal­rat hat ihre Motion mit 94 zu 86 Stim­men an den Stän­de­rat über­wie­sen.

 

Mit der Motion 11.3973 beauf­tragt Maja Ingold den Bun­des­rat, einen Akti­ons­plan zur Sui­zid­prä­ven­tion vor­zu­le­gen und umzu­set­zen. Die­ser soll bei den erkann­ten Haupt­ri­si­ken Depres­sion und soziale Iso­la­tion anset­zen und die stei­gende Sui­zid­rate bre­chen. Sui­zide seien bei jun­gen Men­schen eine der häu­figs­ten Todes­ur­sa­chen. In 90% der Fälle lit­ten die Betrof­fe­nen an einer Depres­sion oder einer ande­ren psy­chi­schen Stö­rung. Im Alter komme das Risiko der Ver­ein­sa­mung dazu, weil die fami­liäre oder nach­bar­schaft­li­che Soli­da­ri­tät in der indi­vi­dua­li­sier­ten Gesell­schaft teil­weise der Ver­gan­gen­heit ange­höre. Der trau­rige Spit­zen­platz der Schweiz bei den Sui­zi­den müsse aber nicht sein. So könnte die Bevöl­ke­rung breit über Depres­sio­nen, ihre Früh­er­ken­nung und mög­li­che The­ra­pie­schritte auf­ge­klärt wer­den. Wei­ter müss­ten die Prä­ven­ti­ons­mass­nah­men drin­gend das Risiko der ver­än­der­ten Lebens­wel­ten und die Ver­ein­sa­mung als Mit­ur­sa­che von Sui­zi­den berück­sich­ti­gen. Der Natio­nal­rat über­nahm diese Sicht und hat die Motion von Maja Ingold mit 98 zu 85 Stim­men an den Stän­de­rat über­wie­sen.

 

Bern, den 12. Sep­tem­ber 2013/nh