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Nur der Tatbeweis kann die Ernsthaftigkeit belegen!

Der Natio­nal­rat hat heute die Motion von Hei­ner Stu­der (EVP, AG) betref­fend der Abstüt­zung auf den Tat­be­weis beim Zulas­sungs­ver­fah­ren zum Zivil­dienst ange­nom­men. Folgt nun auch der Stän­de­rat, müs­sen Zivil­dienst­wil­lige fortan keine Gewis­sens­prü­fung mehr able­gen, son­dern kön­nen die Ernst­haf­tig­keit ihres Ent­schei­des mit der Bereit­schaft zu einem län­ger dau­ern­den Ein­satz bele­gen.

Hei­ner Stu­der (EVP, AG) wies vor Jah­res­frist in sei­ner Motion dar­auf hin, dass ers­tens auf­grund der heu­ti­gen Gewis­sens­prü­fung ein sehr gros­ser Anteil der Gesuch­stel­len­den zum Zivil­dienst zuge­las­sen werde. Das mache deut­lich, dass die Bereit­schaft, die län­gere Dienst­zeit des Zivil­diens­tes auf sich zu neh­men, als Beweis für den vor­lie­gen­den Gewis­sens­kon­flikt voll­auf genüge. Zwei­tens könne der Bun­des­haus­halt mit der Abschaf­fung der auf­wän­di­gen Gewis­sens­prü­fung auf ein­fa­che Art und Weise um einige Mil­lio­nen pro Jahr ent­las­tet wer­den.

 

Trotz Antrag des Bun­des­ra­tes auf Ableh­nung hat der Natio­nal­rat heute die Motion Stu­der mit 96 zu 77 Stim­men bei 2 Ent­hal­tun­gen ange­nom­men und an den Stän­de­rat über­wie­sen. Stu­der freuts: „Mit die­sem Ent­scheid wird die Abschaf­fung der Gewis­sens­prü­fung ein­ge­lei­tet. Der Tat­be­weis ist die ein­zige Form, um die Ernst­haf­tig­keit des Gewis­sens­kon­flik­tes zu bele­gen." Wer also bereit ist, sei­nen Wor­ten auch Taten fol­gen zu las­sen, soll ohne wei­tere Bedin­gun­gen zum Zivil­dienst zuge­las­sen wer­den.

 

Folgt nun auch der Stän­de­rat, muss der Bun­des­rat dem Par­la­ment eine ent­spre­chende Ände­rung des Zivil­dienst­ge­set­zes unter­brei­ten.

 

Zürich, den 14. Dezem­ber 05/nh