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Newsartikel

Mit neuer Energie zu mehr Klimaschutz

Mor­gen Mitt­woch steht im Natio­nal­rat die grosse Kli­ma­de­batte an. Die EVP hofft auf mutige und zukunfts­ge­rich­tete Ent­scheide der Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­rier. Im Vor­der­grund ste­hen für die EVP die öko­lo­gi­sche Steu­er­re­form und ein umfas­sen­des Pro­gramm zur Ver­min­de­rung des Heiz­öl­ver­brauchs.

Auf Mor­gen Mitt­woch ist im Natio­nal­rat die grosse Kli­ma­de­batte anbe­raumt: mit gedräng­tem Pro­gramm und in kur­zer Frist soll über eine grosse Anzahl kli­ma­po­li­ti­scher Vor­stösse befun­den wer­den. Dar­un­ter befin­den sich auch jene elf Vor­stösse, wel­che die EVP-Nationalräte Ruedi Aesch­ba­cher, Wal­ter Donzé und Hei­ner Stu­der letz­tes Jahr in der Son­der­ses­sion ein­ge­reicht haben, mit dem Ziel, die Abhän­gig­keit der Schweiz vom Erdöl zu ver­rin­gern.

 

So hat Hei­ner Stu­der die Ein­füh­rung einer öko­lo­gi­schen Steu­er­re­form bean­tragt, setzt sich Ruedi Aesch­ba­cher unter ande­rem ein für ein umfas­sen­des Pro­gramm zur Ein­spa­rung und Sub­sti­tu­tion von Heizöl und möchte Wal­ter Donzé unter ande­rem die Kan­tone zur Ein­füh­rung stark ver­brauchs­ab­hän­gi­ger Motor­fahr­zeug­steu­ern moti­vie­ren. Der Bun­des­rat lehnt die Vor­schläge der EVP alle­samt ab. Aller­dings nicht aus inhalt­li­chen Grün­den, denn er gesteht ihnen durch­aus zu, dass sie einen Bei­trag zu den Zie­len des Ener­gie­spa­rens, der Ener­gie­ef­fi­zi­enz und der ver­stärk­ten Aus­rich­tung auf kli­ma­scho­nende, ein­hei­mi­sche erneu­er­bare Ener­gien leis­ten kön­nen. Der Bun­des­rat will aber erst im Laufe die­ses Jah­res nach einer Gesamt­schau aller mög­li­chen Mass­nah­men ent­schei­den, auf wel­che er sich künf­tig kon­zen­trie­ren will. Dafür hat die EVP durch­aus Ver­ständ­nis. Sie for­dert aber ent­schie­den vom Bun­des­rat und dem Par­la­ment, dass in Sachen Kli­ma­schutz und Ener­gie­po­li­tik end­lich vom Reden, Dis­ku­tie­ren und klein­li­chen Feil­schen mit Tau­sen­den „Wenn und Aber“ nun unver­züg­lich zu muti­gen Taten und grif­fi­gen Mass­nah­men geschrit­ten wird und die ent­spre­chen­den Beschlüsse gefasst wer­den. Die EVP weiss sich bei die­ser For­de­rung einig mit einer gros­sen Mehr­heit unse­rer Bevöl­ke­rung.

 

Kli­ma­po­li­tik und  Ener­gie­po­li­tik hän­gen eng zusam­men und beein­flus­sen sich gegen­sei­tig. Zur Errei­chung der kli­ma­po­li­ti­schen Ziele ist des­halb auch von gros­ser Bedeu­tung, nach wel­chen Grund­sät­zen sich die künf­tige Ener­gie­po­li­tik aus­rich­tet. Dies­be­züg­lich haben für die EVP die fol­gen­den 3 Leit­li­nien höchste Prio­ri­tät:

  • Die Ener­gie­ef­fi­zi­enz ist über­all dort, wo Ener­gie gewon­nen und ein­ge­setzt wird, deut­lich zu ver­bes­sern.
  • Alle Mög­lich­kei­ten zum Ener­gie­spa­ren sind durch geeig­nete Nor­men, Anreize und tech­ni­sche, inno­va­tive Lösun­gen ent­schlos­sen aus­zu­schöp­fen.
  • Erneu­er­bare Ener­gien, ins­be­son­dere neue alter­na­tive ein­hei­mi­sche Ener­gien (bei­spiels­weise Son­nen­en­er­gie, Holz, Geo­ther­mie, Wind­en­er­gie, Bio­masse), sind ent­schlos­sen zu för­dern und mit hoher Effi­zi­enz zu nut­zen.

Zahl­rei­che Stu­dien wei­sen schlüs­sig nach, dass ein brei­tes, enga­gier­tes Aus­schöp­fen der auf den vor­ge­nann­ten drei Hand­lungs­ebe­nen fus­sen­den zahl­rei­chen Mass­nah­men dazu führt, dass nicht nur keine kurz­fris­tige „Strom- und Ener­gie­lü­cke“ befürch­tet wer­den muss, son­dern sogar noch heute in Betrieb ste­hende Kern­kraft­werke in wei­te­rer Zukunft bei Errei­chen ihres „Lebens­al­ters“ ohne Nach­teile auf die Ver­sor­gung still­ge­legt wer­den kön­nen.

 

Bezüg­lich dem Bau neuer Atom- und Gas­kraft­werke wird sich der Zen­tral­vor­stand der EVP Schweiz dem­nächst aus­spre­chen und die Posi­tion der EVP umfas­send fest­le­gen.

 

Zürich, den 20. März 2007/nh/rae