Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV

Am 14. Juni 2015 ent­schei­den Volk und Stände über die Eidg. Volks­in­itia­tive «Millionen-Erbschaften besteu­ern

für unsere AHV (Erb­schafts­steu­er­re­form)». Für das Initia­tiv­ko­mi­tee ist klar: Die Zeit ist reif für

eine natio­nale Erb­schafts­steuer. Im Rah­men einer Medi­en­kon­fe­renz haben die Prä­si­den­tin­nen und Prä­si­den­ten

der Trä­ger­or­ga­ni­sa­tio­nen EVP, SP, Grüne und Schweiz. Gewerk­schafts­bund die Ja-Kampagne offi­zi­ell

lan­ciert.

Die Schweiz hat die höchste Ver­mö­gens­kon­zen­tra­tion aller OECD-Länder. Die reichs­ten 2% der Steu­er­zah­ler besit­zen gleich viel Ver­mö­gen wie alle ande­ren 98%. Und weil sie in der Schweiz ihre Rie­sen­ver­mö­gen steu­er­frei an ihre Nach­kom­men ver­er­ben kön­nen, nimmt die Ver­mö­gens­kon­zen­tra­tion stän­dig zu. Eine Erb­schafts­steuer auf hohe Ver­mö­gen, wie sie die Initia­tive vor­sieht, gibt die­ser für die Gesell­schaft schäd­li­chen Ent­wick­lung Gegen­steuer. Klei­nere und mitt­lere Erb­schaf­ten wer­den nicht besteu­ert, damit die unte­ren und mitt­le­ren Gesell­schafts­schich­ten wei­ter­hin Ver­mö­gen bil­den kön­nen.

 

Teil des schwei­ze­ri­schen Erfolgs­mo­dells
Die meis­ten Kan­tone erhe­ben seit jeher eine Erb­schafts­steuer. Unter dem Druck des Steu­er­wett­be­werbs haben die meis­ten in den letz­ten Jah­ren die Nach­kom­men davon befreit, wäh­rend die Erb­schaf­ten von ent­fernt oder nicht Ver­wand­ten wei­ter­hin mit bis zu 49% besteu­ert wer­den. Die Initia­tive besei­tigt die intrans­pa­rente und kan­to­nal unglei­che Besteue­rung, indem die Zustän­dig­keit für die Erb­schafts­steuer von den Kan­to­nen auf den Bund über­geht. Die Initia­tive for­dert dem­nach nicht eine neue Steuer, son­dern ledig­lich eine Steu­er­re­form. Die Kan­tone wer­den für den Ver­lust ihrer Erb­schafts­steu­ern ent­schä­digt, indem sie 1/3des Ertra­ges aus der natio­na­len Erb­schafts­steuer erhal­ten.

 

Alt Natio­nal­rat Hei­ner Stu­der, Prä­si­dent des Trä­ger­ver­eins betonte im Rah­men der Medi­en­kon­fe­renz den libe­ra­len Hin­ter­grund der Erb­schafts­steuer: «Der dama­lige Bun­des­rat Kas­par Vil­li­ger sprach bereits 2002 vom Vor­schlag einer eid­ge­nös­si­schen Erbschafts- und Schen­kungs­steuer, weil dies eine gerechte Steuer ist.Tatsächlich ist es ein libe­ra­les Anlie­gen, nicht vor allem die Arbeits­leis­tun­gen zu belas­ten, son­dern auch die Ein­kom­men aus ande­ren Quel­len.»

 

Für Chris­tian Lev­rat, Prä­si­dent der SP Schweiz steht denn auch die heu­tige unglei­che Ver­mö­gens­ver­tei­lung im Vor­der­grund: «Wenn selbst die Credit Suisse die Schweiz als Land mit „sehr hoher Ungleich­heit" in Sachen Ver­mö­gens­ver­tei­lung bezeich­net, müs­sen die Alarm­glo­cken läu­ten.» Unter den ent­wi­ckel­ten Wirt­schafts­na­tio­nen sei der Reich­tum nur noch in Hong Kong und den USA ähn­lich ungleich ver­teilt. «Eine Spit­zen­po­si­tion, auf wel­che die Schweiz nicht stolz sein kann.»

 

Regula Rytz, Co-Präsidentin der Grü­nen sagte der­weil: «Die Erbschaftssteuer-Reform will das heu­tige Sys­tem nicht auf den Kopf stel­len, son­dern schlägt eine gezielte Anpas­sung vor. Ver­mö­gens­werte unter 2 Mil­lio­nen Fran­ken kön­nen wei­ter­hin steu­er­frei ver­erbt wer­den, neu nicht nur an direkte Nach­kom­men, son­dern auch an wei­tere Ver­wandte. Grosse Ver­mö­gen über 2 Mil­lio­nen Fran­ken dage­gen sol­len einer Erb­schafts­steuer unter­lie­gen. Das Eltern­haus oder die Gold­scha­len­uhr des Onkels sind von der Initia­tive also nicht betrof­fen.»

 

EVP-Präsidentin Mari­anne Streiff räumte die viel zitierte Mär der wirt­schafts­feind­li­chen Initia­tive aus: «Die Initi­an­ten sind ganz bewusst dar­auf bedacht, mit der Erb­schafts­steu­er­re­form Fami­li­en­un­ter­neh­men und­Bau­ern­höfe – und damit natür­lich auch deren Arbeits­plätze – zu scho­nen. Im Ver­fas­sungs­ar­ti­kel wird fest­ge­schrie­ben, dass die Bun­des­ver­samm­lung für die genann­ten Betriebe einen höhe­ren Frei­be­trag und einen redu­zier­ten Steu­er­satz fest­zu­le­gen hat. Beim Frei­be­trag geht das Initia­tiv­ko­mi­tee von 50 Mil­lio­nen aus und­beim Steu­er­satz von 5 statt 20 Pro­zent.»

 

Für den Schwei­ze­ri­schen Gewerk­schafts­bund steht bei der Abstim­mung über die Erb­schafts­steu­er­re­form das Argu­ment der gestärk­ten AHV als wich­tigs­tes Sozi­al­werk der Schweiz im Zen­trum. SGB-Präsident Paul

Rech­stei­ner: «Dass die reichs­ten der Erb­las­ser mit der Erb­schafts­steuer einen Zusatz­bei­trag an die AHV leis­ten, sorgt für ein Stück Aus­gleich inner­halb der betag­ten Gene­ra­tion der Bevöl­ke­rung, was umso wich­ti­ger ist, als sich die finan­zi­el­len und sozia­len Gegen­sätze im Alter ver­schär­fen. Auch jün­gere Gene­ra­tio­nen wis­sen die­ses Stück sozia­len Aus­gleichs zu schätzen.»Steuersatz ist ver­nünf­tig und fair. Die Erb­schafts­steuer ist ohne Pro­gres­sion aus­ge­stal­tet und beträgt 20% auf dem steu­er­pflich­ti­gen Betrag.Das schafft ein­fa­che und über­sicht­li­che Ver­hält­nisse. Der Steu­er­satz von 20% ist gegen­über den Steu­er­sät­zen in den wich­tigs­ten OECD-Ländern (Deutsch­land 30%, Gross­bri­tan­nien sowie USA 40% und Frank­reich 45%) abso­lut kon­kur­renz­fä­hig.

 

Die Volks­in­itia­tive «Millionen-Erbschaften besteu­ern für unsere AHV (Erb­schafts­steu­er­re­form)» wurde am 16. August 2011 lan­ciert. Am 15. Februar 2013 konnte das Initia­tiv­ko­mi­tee 110‘205 gül­tige Unter­schrif­ten bei der Bun­des­kanz­lei ein­rei­chen.

 

Gerne ste­hen für wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung:

 

  • Hei­ner Stu­der, Prä­si­dent des Trä­ger­ver­eins 079 445 31 70
  • Mari­anne Streiff, Natio­nal­rä­tin BE, Prä­si­den­tin EVP Schweiz 079 664 74 57
  • Chris­tian Lev­rat, Stän­de­rat FR, Prä­si­dent der SP Schweiz 079 240 75 57
  • Regula Rytz, Natio­nal­rä­tin BE, Co-Präsidentin Grüne Schweiz 079 353 86 38
  • Paul Rech­stei­ner, Stän­de­rat SP/SG, Prä­si­dent Schweiz. Gewerk­schafts­bund 079 277 61 31
  • Andreas Käser­mann, Kam­pa­gnen­lei­ter Initia­tive 079 434 07 34

 

 

Eid­ge­nös­si­sche Volks­in­itia­tive «Millionen-Erbschaften besteu­ern für unsere AHV»

Ein­kom­men ent­las­ten – AHV stär­ken - Ja zur Erb­schafts­steu­er­re­form am 14. Juni 2015!

 

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