Ja zu fairen Kinderzulagen und dem Osthilfegesetz

Heute Sams­tag haben die Dele­gier­ten der EVP Schweiz in Wädens­wil sowohl das Familienzulagen- wie auch das Ost­hil­fe­ge­setz zur Annahme emp­foh­len.

Mit der Har­mo­ni­sie­rung und Anhe­bung der Kin­der­zu­la­gen nimmt das Fami­li­en­zu­la­gen­ge­setz alte Anlie­gen der EVP auf. „Die Leis­tun­gen der Fami­lie sind end­lich zu aner­ken­nen!“ for­derte EVP-Nationalrat Wal­ter Donzé (Fru­ti­gen BE). Ein schweiz­weit ein­heit­li­cher Stan­dard sei nur natür­lich und der ange­strebte Grund­satz „ein Kind, eine Zulage“ ein über­fäl­li­ges Gerech­tig­keits­an­lie­gen. Natio­nal­rat Filippo Leu­ten­egger (FDP) führte ins Feld, dass bei der Viel­zahl kan­to­na­ler Instru­mente in Sachen Fami­li­en­för­de­rung von einer Har­mo­ni­sie­rung keine Rede sein könne. Zudem sei kein sta­tis­ti­scher Zusam­men­hang zwi­schen Kin­der­zu­lage und Gebur­ten­rate erkenn­bar. Fami­lien wür­den bes­ser durch aus­s­er­fa­mi­liäre Betreu­ungs­an­ge­bote unter­stützt. Nach enga­gier­ter Dis­kus­sion beschlos­sen die Dele­gier­ten der EVP mit 98 zu 9 Stim­men die Ja-Parole zum Fami­li­en­zu­la­gen­ge­setz.

 

Ähn­lich die Aus­gangs­lage beim Ost­hil­fe­ge­setz: par­tei­in­tern waren weder die tra­di­tio­nelle Ost­hilfe noch die Soli­da­ri­täts­zah­lung an die neuen EU-Staaten umstrit­ten. Die Stär­kung der neuen Ost­staa­ten der EU sei im Inter­esse der Schweiz, führte Natio­nal­rat Hei­ner Stu­der (EVP, AG) aus. Schliess­lich handle es sich dabei um für die Schweiz inter­es­sante Märkte. Wich­tig sei aller­dings, dass die geplante Kohä­si­ons­mil­li­arde im Bun­des­haus­halt kom­pen­siert werde, aber nicht zu Las­ten der Ent­wick­lungs­hilfe gehe. Natio­nal­rat Wal­ter Wob­mann (SVP) warb für ein Nein, weil die Schweiz für diese Mil­li­arde keine Gegen­leis­tung erhalte. Zwei­tens sei die Ver­mi­schung von tra­di­tio­nel­ler Ost­hilfe und Kohä­si­ons­mil­li­arde ein unzu­läs­si­ger Trick. Das sahen die Dele­gier­ten der EVP anders: sie fass­ten mit 99 zu 5 Stim­men die Ja-Parole.

 

Nach der Ergän­zungs­wahl von Doris Gün­ther aus Win­den TG in den Zen­tral­vor­stand der EVP Schweiz trat abschlies­send Johan­nes Zol­lin­ger, Regie­rungs­rats­kan­di­dat der EVP Kan­ton Zürich, vor die Dele­gier­ten der EVP Schweiz. Der orts­an­säs­sige Stadt­rat und Schul­prä­si­dent von Wädens­wil prä­sen­tierte sich als fähi­ger Stadt­rat, guter Mana­ger und lie­bens­wür­di­ger Mensch, der unser vol­les Ver­trauen ver­dient.

 

Wädens­wil, den 28. Okto­ber 2006/nh