EVP unterstützt Pflege-Offensive

Die Rats­mit­glie­der der EVP haben sich heute im Natio­nal­rat deut­lich für die Anlie­gen der Pfle­ge­initia­tive ein­ge­setzt. Sie unter­stütz­ten sowohl die Initia­tive wie auch den indi­rek­ten Gegen­ent­wurf der Gesund­heits­kom­mis­sion für eine Ausbildungs-Offensive in der Pflege.

«Wir wol­len eine qua­li­ta­tiv hoch­ste­hende Pflege, die für alle bezahl­bar bleibt und die Pati­en­ten­si­cher­heit gewähr­leis­tet», for­derte Natio­nal­rä­tin Mari­anne Streiff für die EVP, für die die Gene­ra­tio­nen­po­li­tik ein Schwer­punkt­thema ist. «Nach­hal­tige Inves­ti­tio­nen in der Pflege sind nötig, um die Kos­ten­ex­plo­sion nach­hal­tig zu dämp­fen.»

Gang­ba­rer Kom­pro­miss

Der Gegen­vor­schlag ist aus Sicht der EVP-Ratsmitglieder ein gang­ba­rer Kom­pro­miss. Er stellt eine gute Aus­bil­dung der Pfle­ge­fach­per­so­nen in der Schweiz sicher und er ermög­licht es ihnen, in eige­ner Ver­ant­wor­tung spe­zi­fi­sche Pfle­ge­leis­tun­gen zu erbrin­gen sowie ange­mes­sen dafür ent­lohnt zu wer­den.

Er sieht vor, dass die Kan­tone den Spi­tä­lern, Pfle­ge­hei­men und Spitex-Organisationen ver­bind­li­che Vor­ga­ben machen zur Zahl der Aus­bil­dungs­plätze. Die Kan­tone sol­len sich an Kos­ten der höhe­ren Fach­schu­len und Fach­hoch­schu­len und Aus­bil­dungs­löh­nen betei­li­gen, wäh­rend der Bund sie dabei finan­zi­ell unter­stützt.

Pfle­ge­fach­kräfte sind kein Hilfs­per­so­nal

Die EVP-Ratsmitglieder haben einen Min­der­heits­an­trag erfolg­reich unter­stützt, der will, dass Pfle­ge­fach­per­so­nen pfle­ge­ri­sche Mass­nah­men in ihrem Bereich auch eigen­stän­dig anord­nen kön­nen. «Diplo­mierte Pfle­ge­fach­kräfte sind nicht ledig­lich die Hilfs­kräfte der Ärzte», betonte Mari­anne Streiff.
Ein ande­rer Antrag fand keine Mehr­heit. Er wollte die Befris­tung der Aus­bil­dungs­för­de­rung auf acht Jahre her­aus­zu­neh­men. Der Fach­kräf­te­man­gel ist wohl kaum innert 8 Jah­ren zu behe­ben. «Für die Aus­bil­dungs­an­bie­ter ist es doch nicht nach­hal­tig, ihre Leis­tun­gen aus­zu­bauen, wenn sie nach acht Jah­ren keine Unter­stüt­zung mehr erhal­ten und alle Kos­ten sel­ber tra­gen müs­sen», kri­ti­sierte Mari­anne Streiff.

Für Aus­künfte:

Mari­anne Streiff, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nal­rä­tin: 079 664 74 57
Lilian Stu­der, Natio­nal­rä­tin: 076 575 24 77
Roman Rutz, Gene­ral­se­kre­tär: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70

Web­site:

www.evppev.ch