EVP: Referendum soll Tor zur Selektion von Menschen schliessen

Die EVP Schweiz ist ent­täuscht, dass Volk und Stände die vor­ge­schla­gene Ver­fas­sungs­än­de­rung zur Fort­pflan­zungs­me­di­zin und Gen­tech­no­lo­gie ange­nom­men haben. «Die­ser ver­meint­lich harm­lose Ver­fas­sungs­ar­ti­kel ermög­licht nun die PID und damit die gezielte Selek­tion von Men­schen. Er öff­net zudem die Tore weit für ethisch unbe­grenzte Gen­tests und eine schran­ken­lose Fort­pflan­zungs­me­di­zin», zeigt sich EVP-Präsidentin und Natio­nal­rä­tin Mari­anne Streiff-Feller besorgt. Gemein­sam mit dem über­par­tei­li­chen Natio­na­len Komi­tee «NEIN zur PID» ergreift die EVP wie bereits ange­kün­digt das Refe­ren­dum gegen das revi­dierte Fort­pflan­zungs­me­di­zin­ge­setz.

Die­ses vom Par­la­ment bereits ver­ab­schie­dete Gesetz könnte ansons­ten mit der ange­nom­me­nen Ver­fas­sungs­än­de­rung unmit­tel­bar in Kraft tre­ten. Es regelt die bis­her ver­bo­tene Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik sowie das Tief­ge­frie­ren mensch­li­cher Embryo­nen.

EVP ergreift wie ange­kün­digt das Refe­ren­dum

Die EVP Schweiz kün­digt nun an, «mit einer noch brei­te­ren Koali­tion das Refe­ren­dum gegen die viel zu weit gehende Revi­sion des Fort­pflan­zungs­me­di­zin­ge­set­zes zu ergrei­fen», so Joel Blunier, Gene­ral­se­kre­tär EVP und Kam­pa­gnen­lei­ter gegen die PID.  «Ohne Refe­ren­dum ist das Tor nun weit offen für unbe­grenzte Gen­tests und eine schran­ken­lose Fort­pflan­zungs­me­di­zin», warnt Streiff-Feller.

Wei­tere Libe­ra­li­sie­rungs­schritte wie die Her­stel­lung von Ret­terba­bys, Eizell­spende, Embryo­nen­spende und Leih­mut­ter­schaft seien auch in der Schweiz bereits Gegen­stand der poli­ti­schen Dis­kus­sion und wür­den von der natio­na­len Ethik-Kommission bereits aus­drück­lich gewünscht.

Nein zur Erb­schafts­steu­er­re­form – die nach­hal­tige Finan­zie­rung der AHV bleibt auf der Agenda

Die EVP Schweiz nimmt die Ableh­nung der von ihr mit­in­iti­ier­ten Erb­schaft­steu­er­re­form mit tie­fem Bedau­ern zur Kennt­nis. Sie hätte einen sozial gerech­ten Bei­trag zu einer nach­hal­ti­gen Siche­rung der Finan­zie­rung der AVH leis­ten kön­nen. Diese muss jetzt, da kein Geld aus der Erb­schafts­steuer kom­men wird, in der Dis­kus­sion um das Paket Alters­vor­sorge 2020 unver­züg­lich ange­gan­gen und dis­ku­tiert wer­den.

Zeit­ge­mäs­ses TV- und Radio­ge­setz kann umge­setzt wer­den

Die EVP ist froh, dass das umstrit­tene TV- und Radio­ge­setz vom Volk gut­ge­heis­sen wurde. Damit kann nun eine zeit­ge­mässe Gebüh­ren­re­ge­lung, die der heu­ti­gen Medi­en­nut­zung gerecht wird, ein­ge­führt wer­den. Zudem wird die Gebüh­ren­last für Pri­vat­haus­halte und drei­vier­tel der klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men sin­ken.

Chan­cen­gleich­heit via Kon­kor­dat

Dass alle Stu­die­ren­den unab­hän­gig vom finan­zi­el­len Hin­ter­grund und Wohn­ort glei­che Chan­cen für den Zugang zu höhe­ren Aus­bil­dun­gen erhal­ten, ist und bleibt auch nach Ableh­nung der Sti­pen­di­en­in­itia­tive ein wich­ti­ges Anlie­gen der EVP. Die mit der Initia­tive gefor­derte Chan­cen­gleich­heit für alle Stu­die­ren­den muss nun durch das ent­spre­chende Kon­kor­dat der Kan­tone schweiz­weit erreicht wer­den.

Für Aus­künfte:

  • Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nal­rä­tin Mari­anne Streiff-Feller:
    079 664 74 57
  • Natio­nal­rä­tin Maja Ingold: 079 339 23 22
  • Joel Blunier, Gene­ral­se­kre­tär EVP Schweiz: 076 379 76 79
  • Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion EVP Schweiz: 079 193 12 70