EVP für Klimaschutz jetzt! mit griffigem CO2-Gesetz

Der Natio­nal­rat hat heute den Ent­wurf für ein neues CO2-Gesetz ver­ab­schie­det. Die EVP-Ratsmitglieder stimm­ten dabei kon­se­quent für hohe, aber rea­li­sier­bare Ziele sowie grif­fige Mass­nah­men für einen wirk­sa­men Kli­ma­schutz wie Flug­ti­cket­abgabe und eine höhere Treib­stoff­kom­pen­sa­tion.

Nach­dem der Natio­nal­rat am gest­ri­gen Diens­tag gegen den allei­ni­gen Wider­stand der SVP mit kla­rem Mehr auf die Revi­sion des CO2-Geset­zes ein­ge­tre­ten war, bestä­tigte er im Ver­lauf der Debatte die Kli­ma­ziele, um die Ver­pflich­tun­gen des Pari­ser Kli­ma­ab­kom­mens ein­zu­hal­ten: Die Schweiz soll ihre Treib­haus­gas­emis­sio­nen bis 2030 gegen­über 1990 hal­bie­ren. Von der EVP unter­stützte Min­der­heits­an­träge für eine noch stär­kere Reduk­tion blie­ben erfolg­los. Zumin­dest fan­den aber auch Anträge auf gerin­gere Ziele keine Mehr­heit.

Hohes Inland­ziel

Immer­hin sprach sich der Rat mit den Stim­men der EVP für ein ambi­tio­nier­te­res Inland­ziel aus, als es Bun­des­rat und Stän­de­rat vor­ge­schla­gen hat­ten: Min­des­tens 75 Pro­zent der Emis­si­ons­re­duk­tio­nen sol­len dem­nach in der Schweiz selbst erbracht wer­den. «Ein mög­lichst hohes Inland­ziel trägt dazu bei, dass wir in der Schweiz künf­tig weni­ger in die Infra­struk­tur fos­si­ler Ener­gien inves­tie­ren. Damit machen wir die Schweiz mittel- und lang­fris­tig unab­hän­gi­ger von umfang­rei­chen Impor­ten fos­si­ler Ener­gie­trä­ger», begrün­det Natio­nal­rä­tin Mari­anne Streiff, BE, das höhere Ziel für Mass­nah­men in der Schweiz.

Flug­ti­cket­abgabe

Auch eine Flug­ti­cket­abgabe zwi­schen 30 und 120 Fran­ken je nach Dis­tanz und Klasse fand nach dem Stän­de­rat auch im Natio­nal­rat mit 132 zu 56 Stim­men eine deut­li­che Mehr­heit. «Es han­delt sich um eine Len­kungs­ab­gabe: Wer wenig oder gar nicht fliegt, wird belohnt, wer viel fliegt, zahlt mehr. Gut die Hälfte der Ein­nah­men wird anschlies­send wie­der an die Bevöl­ke­rung zurück­er­stat­tet», begrün­det Natio­nal­rat Nik Gug­ger, ZH, die Zustim­mung der EVP-Delegation. Die geschätz­ten Ein­nah­men von min­des­tens einer hal­ben Mil­li­arde pro Jahr kön­nen zudem in erneu­er­bare Ener­gien inves­tiert wer­den.

CO2-Abgabe

Die CO2-Abgabe auf fos­sile Brenn­stoffe kann der Bun­des­rat nach dem Wil­len der Mehr­heit des Natio­nal­ra­tes zwi­schen 96 und 210 Fran­ken pro Tonne CO2 fest­le­gen. «Die CO2-Abgabe hat sich als eine echte Len­kungs­ab­gabe bewährt. Sie trägt zur Kos­ten­wahr­heit bei und unter­stützt CO2-ärmere Lösun­gen. Sie ist sozi­al­ver­träg­lich, weil zwei Drit­tel der Ein­nah­men wie­der zurück an Bevöl­ke­rung und Wirt­schaft gehen. Und bis zu einem Drit­tel wird in Kli­ma­schutz­pro­jekte im Gebäu­de­be­reich inves­tiert», begrüsst Natio­nal­rä­tin Lilian Stu­der, AG, den Ent­scheid.

Ben­zin­preis­ab­gabe finan­ziert Kli­ma­schutz

Mit den Stim­men der EVP folgte die Mehr­heit des Natio­nal­ra­tes dem Stän­de­rat und ver­ab­schie­dete Mass­nah­men, um die Treib­stof­f­im­porte stär­ker zu kom­pen­sie­ren. Der Ben­zin­preis kann dadurch künf­tig um maxi­mal 12 Rap­pen erhöht wer­den. «Wir von der EVP ste­hen hin­ter dem vom Natio­nal­rat so ver­ab­schie­de­ten CO2-Gesetz. Wir sind dank­bar, dass die Blo­ckade von 2018 gelöst wer­den konnte», ist das Fazit von Par­tei­prä­si­den­tin Mari­anne Streiff.

 Kon­takt:

Mari­anne Streiff, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nal­rä­tin: 079 664 74 57
Lilian Stu­der, Natio­nal­rä­tin:  076 575 24 77
Nik Gug­ger, Vize­prä­si­dent und Natio­nal­rat: 079 385 35 35

Roman Rutz, Gene­ral­se­kre­tär: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70