Ein Leben für die Menschenwürde

In tief emp­fun­de­ner Dank­bar­keit nimmt die EVP Schweiz Abschied von ihrem alt Natio­nal­rat Ernst Sie­ber. Er ist an Pfings­ten im Alter von 91 Jah­ren gestor­ben. Ernst Sie­ber setzte sich zeit­le­bens für die Würde der Men­schen am Rande der Gesell­schaft ein. Für die­sen lei­den­schaft­li­chen Ein­satz wird er uns Vor­bild und Inspi­ra­tion blei­ben. Wir trau­ern mit der Fami­lie und spre­chen ihr unser herz­li­ches Bei­leid aus.

Die EVP Schweiz dankt alt Natio­nal­rat Ernst Sie­ber von Her­zen für sei­nen lebens­lan­gen lei­den­schaft­li­chen Ein­satz für die Würde der sozial Schwä­che­ren, Sucht­kran­ken und Flücht­linge.

Diese Würde der Men­schen stand im Zen­trum des viel­fäl­ti­gen Enga­ge­ments von Pfar­rer Ernst Sie­ber. Als über­zeug­ter Christ und «Jesus-Fan» setzte er sich zeit­le­bens für Rand­stän­dige, Obdach­lose und Süch­tige ein – und gegen soziale Ungleich­heit: «Die Stärke unse­res Staa­tes wird am Wohl der Armen gemes­sen», erin­nerte er wie­der­holt an die Schwei­zer Bun­des­ver­fas­sung.    

Wäh­rend der euro­pa­wei­ten Flücht­lings­be­we­gung 2015 erhob er seine Stimme auch für die Men­schen auf der Flucht: «Wenn wir es in Europa nicht fer­tig­brin­gen, die Asyl­fra­gen zu lösen, müs­sen wir nicht mehr län­ger von Bürger- und Men­schen­rech­ten reden», mahnte er sei­ner­zeit im Tages­an­zei­ger.

Von 1991 bis 1995 poli­ti­sierte Ernst Sie­ber für die EVP im Natio­nal­rat, in den er mit einem Glanz­re­sul­tat ein­ge­zo­gen war. Auch hier galt sein Enga­ge­ment denen, die am Rand der Gesell­schaft ste­hen, etwa als die Räte seine Motion an den Bun­des­rat über­wie­sen, ein Selbst­hil­fe­dorf für aus­stiegs­wil­lige Dro­gen­ab­hän­gige zu schaf­fen. Lei­den­schaft­lich für die Würde der Men­schen – wie kaum ein ande­rer lebte Ernst Sie­ber die­ses zen­trale Her­zens­an­lie­gen der Par­tei.

Unver­ges­sen blei­ben auch seine medi­en­wirk­sa­men Insze­nie­run­gen, mit denen er sei­nen Anlie­gen sym­bol­träch­tig und ori­gi­nell Gehör ver­schaffte. Da liess er den Natio­nal­rat auch schon mal durch das aus­ge­schnit­tene Kreuz der Schwei­zer Fahne bli­cken, hob mah­nend ein Holz­kreuz in die Höhe oder stellte sich auf einer Zür­cher Brü­cke auf einem Esel sit­zend dees­ka­lie­rend zwi­schen Demons­tran­ten und Poli­zei.

In den Sozi­al­wer­ken Pfar­rer Sie­ber mit ihren mehr als zwan­zig sozia­len Ange­bo­ten und Ein­rich­tun­gen wird das Lebens­werk Ernst Sie­bers wei­ter­le­ben.

Für Aus­künfte:

Mari­anne Streiff-Feller, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nal­rä­tin: 079 664 74 57
Fran­cois Bach­mann, Vize­prä­si­dent: 079 668 69 46
Domi­nik Währy, Gene­ral­se­kre­tär:
079 688 05 55
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70