Die Gewinne der Uefa, die Verluste dem Staat?

Die EVP Schweiz lehnt die Anpas­sung des Bun­des­ge­set­zes gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb ab. Neben fach­li­chen Ein­wän­den ist das auch eine Unmuts­be­kun­dung gegen­über dem Geba­ren der Uefa.

Die auf Wunsch der Uefa ein­ge­brachte Geset­zes­än­de­rung ist ers­tens unnö­tig. Die beste­hen­den Rege­lun­gen genü­gen voll­auf, um die Rechte von Ver­an­stal­tern zu schüt­zen. Zwei­tens droht mit den neuen Bestim­mun­gen eine aus­ufernde (und damit auf­wän­dige und kost­spie­lige) Anwen­dung auch auf klei­nere Anlässe und Veranstaltern.<?xml:namespace pre­fix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Neben die­sen fach­li­chen Ein­wän­den ist die Ableh­nung der Geset­zes­än­de­rung durch­aus auch eine Unmuts­be­kun­dung gegen­über dem Geba­ren der Uefa: es geht schlicht nicht an, Mil­lio­nen­ge­winne ein­zu­strei­chen, die Sicher­heits­kos­ten der öffent­li­chen Hand zu über­las­sen und dabei unver­fro­ren Steu­er­be­frei­ung und wei­tere, für sich selbst vor­teil­hafte Geset­zes­än­de­run­gen ein­zu­ver­lan­gen. Par­tei­prä­si­dent Ruedi Aesch­ba­cher schreibt wei­ter: „Die UEFA ist für eine erfolg­rei­che Euro 08 auf das Enga­ge­ment der Aus­tra­gungs­orte, Behör­den, Fans und der Schwei­zer Bevöl­ke­rung ange­wie­sen. Die von eini­gen Funk­tio­nä­ren scham­los zur Schau getra­gene Hal­tung ‚die Gewinne pri­vat, die Ver­luste dem Staat’ ist aus Sicht des Gesamt­in­ter­es­ses nicht halt­bar. Der Bun­des­rat täte des­halb bes­ser daran, der­ar­ti­gen Ansin­nen eine klare Abfuhr zu ertei­len, statt unter Bück­lin­gen eil­fer­tigst den gewünsch­ten Geset­zes­vor­schlag zu unter­brei­ten.“

 

Zürich, den 16. August 2006/nh