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Arbeitswille muss sich lohnen

Die EVP begrüsst die vor­ge­schla­gene Revi­sion des Unfall­ver­si­che­rungs­ge­set­zes grund­sätz­lich. Ent­schei­dend ist aber, dass durch­gän­gig Anreize beste­hen, die Erwerbs­fä­hig­keit wei­ter zu erhö­hen. Es braucht des­halb Kor­rek­tu­ren bei der UVG-Komplementärrente und die bis­he­rige 10%-Rente muss unbe­dingt bei­be­hal­ten wer­den.

In ihrer Ver­nehm­las­sungs­ant­wort begrüsst es die EVP, dass die Suva gemäss Geset­zes­ent­wurf ihren Sta­tus als öffentlich-rechtliche Anstalt mit einem ihr fest zuge­wie­se­nen Tätig­keits­be­reich behal­ten soll. Es soll der Suva aber mög­lich sein, neue Auf­ga­ben zu über­neh­men, ins­be­son­dere im Aktiven-/Passiven-Management für Dritte.Die Ober­auf­sicht über die Suva soll beim Bund zu lie­gen kom­men.

 

Als lang­fris­tige Ziel­set­zung hält die EVP fest, dass sich die Leis­tun­gen und Ver­fah­ren von Kran­ken­kas­sen, Invaliden- und Unfall­ver­si­che­rung lang­fris­tig anglei­chen sol­len. Nur so kann ver­hin­dert wer­den, dass die Fälle von einer Ver­si­che­rung zur ande­ren hin und her­ge­scho­ben wer­den oder die eine Ver­si­che­rung ver­sucht, die andere aus­zu­spie­len.

 

Bezüg­lich ein­zel­ner strit­ti­ger Punkte ist die EVP der Ansicht, dass die Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen auch bei einem Gross­er­eig­nis voll erbracht wer­den. Ent­we­der muss eine aus­rei­chende Rück­ver­si­che­rung rea­li­siert wer­den oder aber der Bund muss die­ses Risiko abde­cken.

 

Wei­ter ist die EVP unbe­dingt für die Bei­be­hal­tung der bis­he­ri­gen 10%-Rente. Muss ein Ver­un­fall­ter nur knapp 10% Erwerbs­ein­busse auf sich neh­men, ist er eher bereit dies zu akzep­tie­ren. Muss er hin­ge­gen fast 20% Erwerbs­ein­busse auf sich neh­men bis er eine Rente erhält, dann wird er alles ver­su­chen, um sich gewis­ser­mas­sen in die 20%-Rente ret­ten zu kön­nen.

 

Schliess­lich muss die UVG-Komplementärrente so aus­ge­stal­tet wer­den, dass sich zusätz­li­che Erwerbs­fä­hig­keits­ver­bes­se­run­gen grund­sätz­lich immer loh­nen. Heute ist das nicht immer der Fall. So erhält ein jun­ger ver­un­fall­ter Fami­li­en­va­ter, 50% erwerbs­un­fä­hig, maxi­mal 90 % des frü­he­ren Loh­nes durch IV-Renten und eine UVG-Komplementärrente. Dane­ben kann er noch 50% Lohn hin­zu­ver­die­nen, sodass er zusam­men auf 140% des frü­he­ren Loh­nes kommt. In die­ser Situa­tion ist es für den Ver­si­cher­ten nicht inter­es­sant, seine Erwerbs­fä­hig­keit zu ver­bes­sern, weil er dabei finan­zi­ell immer nur ver­lie­ren wird. Es ist ent­schei­dend, dass durch­gän­gig Anreize zur Erhö­hung der Erwerbs­fä­hig­keit beste­hen.

 

Zürich, den 7. März 2007/nh