Hornkuh-Initiative: Ein Ja mangels Gegenvorschlag

Gegen die Stim­men der bei­den EVP-Ratsmitglieder hat der Natio­nal­rat heute die Hornkuh-Initiative ohne Gegen­vor­schlag zur Ableh­nung emp­foh­len. Wie die Hör­ner von Kühen und Zie­gen zu behan­deln sind, gehört zwar nicht in die Bun­des­ver­fas­sung. Da jedoch kein Gegen­vor­schlag auf Geset­ze­se­bene zus­tande gekom­men ist, muss die Ini­tia­tive unterstüt­zen, wer deren Anlie­gen durch­ge­setzt sehen will.

Der Natio­nal­rat hat heute die Ini­tia­tive «Für die Würde der land­wirt­schaft­li­chen Nutz­tiere (Hornkuh-Initiative)» ohne Gegen­vor­schlag zur Ableh­nung emp­foh­len. Die EVP unterstützt das Anlie­gen der Ini­tian­ten, die damit durch­set­zen wol­len, dass Horn­tiere wür­de­voll, art­ge­recht und schmerz­frei gehal­ten wer­den müs­sen. Das Aus­bren­nen der Hor­nan­la­gen ist ein schmerz­haf­ter, belas­ten­der Akt, der gegen das Tier­schutz­ge­setz verstösst. Das Horn hat zudem für das Sozial­ve­rhal­ten und die Kom­mu­ni­ka­tion der Tiere einen hohen Stel­len­wert.

Zwar teilt die EVP die Ansicht, dass der Umgang mit den Hör­nern von Kühen und Zie­gen nicht auf Ver­fas­sung­se­bene gere­gelt gehört. Der Bun­des­rat und die bera­ten­den Kom­mis­sio­nen haben jedoch kei­nen Gegen­vor­schlag auf dem Gesetzes- oder Verord­nung­sweg vor­ge­legt. Um dem Anlie­gen der Ini­tia­tive den­noch zur Umset­zung zu verhel­fen, stimm­ten die bei­den EVP-Ratsmitglieder deshalb für deren Annahme.
 

Für Auskünfte:

Marianne Streiff-Feller, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nalrä­tin: 079 664 74 57
Nik Gug­ger, Natio­nal­rat: 079 385 35 35
Domi­nik Währy, Gene­ral­se­kretär: 079 688 05 55
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70