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Die EVP will 20 Tage Vaterschaftsurlaub

Die EVP Schweiz begrüsst die par­la­men­ta­rische Ini­tia­tive des Stän­de­rates für einen Vater­schaft­sur­laub. Zwei Wochen sind jedoch zu kurz, um den Bedürf­nis­sen der Fami­lien gerecht zu wer­den.

Die EVP Schweiz begrüsst die par­la­men­ta­rische Ini­tia­tive der Kom­mis­sion für soziale Siche­rheit und Gesund­heit des Stän­de­rates, die das Bedürf­nis eines Vater­schaft­sur­laubes aner­kennt. Sie ist froh, dass der gesell­schafts­po­li­tische Mei­len­stein eines Mut­ter­schaft­sur­laubes von min­des­tens 14 Wochen unan­ge­tas­tet bleibt. Sie ist jedoch mit der vor­ges­chla­ge­nen Länge des Urlaubes von zwei Wochen nicht ein­vers­tan­den, da sie dem heu­ti­gen Bedürf­nis von Fami­lien unzu­rei­chend Rech­nung trägt.

Für starke Fami­lien

Die EVP Schweiz enga­giert sich seit ihrer Grün­dung für das Wohl von Fami­lien, dazu gehö­ren das Wohl der Kin­der, flexible Arbeits­zeit­mo­delle, eine Auf­wer­tung der Fami­lie­nar­beit und die Gleich­be­hand­lung der ver­schie­de­nen Betreuung­san­ge­bote. Ein vierwö­chi­ger Vater­schaft­sur­laub trägt den gros­sen Verän­de­run­gen im Fami­lie­nall­tag Rech­nung, die eine Geburt nach sich bringt. Ein guter Start braucht Zeit, Ruhe und Gebor­gen­heit. 20 Tage erlau­ben es adäquat, im Sinne eines part­ner­schaft­li­chen Fami­lien­mo­delles, Res­sour­cen für die neue Orga­ni­sa­tion und Auf­ga­ben­tei­lung in der Fami­lie zu inves­tie­ren. Dies kommt dem Bedürf­nis vie­ler Väter ent­ge­gen, zusätz­lich in der Fami­lie Verant­wor­tung über­neh­men zu kön­nen - Fami­lie­nar­beit wird damit auf­ge­wer­tet. Väter kön­nen von Beginn an eine Bin­dung zum Neu­ge­bo­re­nen auf­bauen, die Ges­ch­wis­ter adäquat betreuen und beglei­ten sowie  zusam­men mit den Müt­tern im Fami­lien­le­ben präsent sein.

Für Flexi­bi­lität

Mit­tel­fris­tig erlaubt ein kon­sequen­ter Vater­schaft­sur­laub auch ein rei­bung­slo­ser Über­gang der Müt­ter in die Erwerbstä­tig­keit, da Väter in die Fami­lie­nar­beit bes­ser ein­ge­bun­den sind.

Die EVP Schweiz unterstützt sehr, dass der Vater­schaft­sur­laub – im Ges­präch mit dem Arbeit­ge­ber – flexi­bel genom­men wer­den kann. Zusam­men mit Arbeit­ge­ben­den kön­nen die Arbeit­neh­mer bestmö­gliche Lösun­gen fin­den, sei es ein vierwö­chi­ger Urlaub oder Teil­zei­tar­beit über meh­rere Monate hinaus. Da die zusätz­li­chen Kos­ten durch­sch­nit­tlich dem Preis einer Tasse Kaf­fee pro Monat und Per­son ents­pre­chen, sind wir der Mei­nung, dass die paritä­tische Finan­zie­rung von 20 Tagen durch Arbeit­neh­mende und Arbeit­ge­bende dur­chaus trag­bar ist. Auch im europäi­schen Ver­gleich lie­gen 20 Tage Vater­schaft­sur­laub ledi­glich im Mit­tel­feld.

Gege­nent­wurf zur Ini­tia­tive posi­tiv

Die EVP Schweiz wür­digt die Aus­ges­tal­tung des indi­rek­ten Gege­nent­wurfs zur Vater­schaft­si­ni­tia­tive als posi­tiv. Der flexible Bezug bezü­glich Zeit­punkt und Auf­tei­lung, trägt den unter­schied­li­chen Fami­lien­rea­litä­ten Rech­nung und ist für die Arbeit­ge­ben­den im Voraus gut plan­bar. Wir sind jedoch der Ansicht, dass 20 Tage Vater­schaft­sur­laub für ein zeit­gemässes Fami­lien­le­ben nötig sind. Fami­lien sind für das Woh­ler­ge­hen der Schweiz zen­tral, und es ist unab­ding­bar, dass von Beginn an dem Fami­lien­le­ben bestmö­gliche Chan­cen gege­ben wer­den.