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Bund finanziert Sex-Portal: Ist das Prävention und Kampf gegen Menschenhandel?

Der Bund finan­ziert ein Schwei­zer Sex­por­tal mit. Darauf kön­nen Sex­prak­ti­ken ange­bo­ten wer­den, die HIV und andere sexuell über­trag­bare Kran­khei­ten för­dern. EVP-Nationalrätin Marianne Streiff will vom Bun­des­rat wis­sen, wie er dies mit Prä­ven­tion verein­bart und wie er garan­tiert, dass keine Opfer von Men­schen­han­del ange­bo­ten wer­den.

Das Bun­de­samt für Poli­zei (Fed­pol) und das Bun­de­samt für Gesund­heit (BAG) finan­ziert ein Sex­por­tal mit. Offi­zielle Begrün­dung: För­de­rung der Prä­ven­tion von sexuell über­trag­ba­ren Kran­khei­ten wie HIV bei Pros­ti­tuier­ten. Auf die­sem Por­tal kön­nen Men­schen aus einer brei­ten Palette von Sex­prak­ti­ken auswäh­len, welche Dienste sie den Freiern anbie­ten wol­len – darun­ter auch Prak­ti­ken, bei denen Eja­ku­lat, Spei­chel, Kot und Urin unges­chützt aus­ge­tau­scht wer­den.

Prä­ven­tion geht anders

EVP-Nationalrätin Marianne Streiff will nun in einer Inter­pel­la­tion vom Bun­des­rat wis­sen, wie er diese Sexual­prak­ti­ken mit dem behaup­te­ten Finan­zie­rung­sz­weck der «Prä­ven­tion von HIV und ande­ren sexuell über­trag­ba­ren Kran­khei­ten bei Pros­ti­tuier­ten» in Übe­reins­tim­mung bringt.

Garan­tiert keine Opfer von Men­schen­han­del?

Sie fragt den Bun­des­rat aus­ser­dem, wie er sichers­tel­len kann, dass auf die­sem staat­lich finan­zier­ten Sex­por­tal keine Opfer von Men­schen­han­del ange­bo­ten wer­den. «Frauen, die zur Pros­ti­tu­tion gez­wun­gen wer­den, haben ohne­hin eine sehr hohe Hemm­sch­welle, Hilfe zu suchen. Weshalb sollte sich eine Frau an die Poli­zei wen­den, wenn diese das Web­por­tal finan­ziert, auf dem sie sich anbie­ten muss?», fragt Marianne Streiff.

Kon­takt:

Marianne Streiff-Feller, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nalrä­tin: 079 664 74 57
Roman Rutz, Gene­ral­se­kre­tär: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70