Abstimmungen über Neutralität und Ernährung
Abstimmungsinfos, Veranstaltungseinladungen und eine Podcast-Empfehlung
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Eine weisse Taube, ein grüner Zweig im Schnabel, daneben wenige Worte: «Kein Krieg. JA zur Schweizer Neutralität.» Man muss es den Befürwortern der Neutralitätsinitiative lassen: Ihre Kampagne ist handwerklich stark. Und dank Blochers Millionen-Spende sind diese Plakate allgegenwärtig.
Das Plakat suggeriert: Wer Ja sagt, wählt angeblich den Frieden. Wer Nein sagt, nimmt Krieg in Kauf? Diese Verdrehung ist geschickt, aber unredlich. Über Frieden und Krieg entscheidet diese Vorlage nicht – und neutral ist die Schweiz auch ohne sie.
Besonders stört mich die Taube. Ihr symbolischer Ursprung liegt in der Bibel. Nach der Flut kehrte sie zu Noah in die Arche zurück mit einem frischen Ölzweig im Schnabel. Ihre Rückkehr ist die Hoffnungsbotschaft, dass das Wasser weicht, Leben wieder möglich ist und ein Neuanfang beginnt. Dieses Bild für eine Initiative einzuspannen, die letztlich jenen nützt, die Grenzen mit Gewalt verschieben, ist mehr als ein kommunikativer Kniff.
Ich bin aber zuversichtlich: Die Stimmbevölkerung lässt sich davon nicht täuschen, sondern wägt wohlüberlegt ab. Welche Definition der Neutralität ist zweckmässig? Was sind die negativen Auswirkungen auf unsere Sicherheitspolitik? Und leistet man tatsächlich einen Beitrag zum Frieden, wenn man Aggressoren wie Putin das Leben leichter macht?
Vielen Dank für Ihre kritische Auseinandersetzung und Ihr Interesse an unseren aktuellen Neuigkeiten!
Alex Würzer
Generalsekretär EVP Schweiz
Abstimmungen vom 27. September 2026
Parolen der EVP Schweiz
Nein zur "Neutralitätsinitiative"
Neutralität mit Augenmass statt starrer Fesseln
Seit 1848 ist die Neutralität ein Instrument für Sicherheit und Unabhängigkeit – kein Selbstzweck. Die Initiative bricht mit dieser 175-jährigen Tradition. Statt bewährter Flexibilität fordert sie ein starres Dogma, das unsere Handlungsfreiheit fesselt. Dieser verfassungsrechtliche Käfig führt in eine sicherheitspolitische Sackgasse.
Nein zur "Ernährungsinitiative"
Gut gemeint, aber der falsche Weg
Gut gemeint genügt nicht. Die Volksinitiative mit dem umständlichen Titel «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)» will einen Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70% erreichen. Die EVP und das einstimmige Parlament empfehlen ein Nein.
Veranstaltungen
Wirtschaftsdialog am 10. September 2026
Die Schweiz und der internationale Handel
Der Wirtschaftsdialog der EVP bringt Unternehmende und Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zusammen und fördert den Dialog zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen, welche die Schweizer KMU und Wirtschaft direkt betreffen.
Der Wirtschaftsdialog 2026 findet am Donnerstag, 10. September 2026, am Flughafen Zürich statt und widmet sich dem Thema «Die Schweiz und der internationale Handel». Nach einer Begrüssung durch EVP-Nationalrat Nik Gugger und Lukas Brosi, CEO der Flughafen Zürich AG, folgen eine Keynote-Speech von Staatssekretärin Helene Budliger (SECO) und eine Podiumsdiskussion mit weiteren Gästen.
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Platzzahl beschränkt
Online-Panel am 21. Oktober 2026
Atomkraft versus Erneuerbare im Spannungsfeld von Klima, Energie und Sicherheit
Die EVP-Arbeitsgruppe Umwelt- und Klimapolitik lädt am Mittwoch, 21. Oktober 2026 von 11.30 bis 13.30 Uhr zum Online-Panel «Atomkraft versus Erneuerbare im Spannungsfeld von Klima, Energie und Sicherheit». Es referieren Frank Jotzo, Professor für Umwelt- und Klimaökonomie an der Australian National University, über den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen, Saied Dardour, Energie-Spezialist der International Renewable Energy Agency, über die Vor- und Nachteile verschiedener Energieträger sowie Tabea Bossard-Jenni, Berner EVP-Grossrätin und Solarunternehmerin, über die Chancen und Hindernisse beim Ausbau der Erneuerbaren in der Schweiz. Die Veranstaltung findet auf Hochdeutsch statt und richtet sich an EVP-Mitglieder sowie die interessierte Öffentlichkeit.
«Kinderliedermacher Andrew Bond, hast du Hoffnung?»
Neue Episode des Podcasts «Wertekompass»
Generationen von Kindern in der ganzen Deutschschweiz singen seine Hits wie «Zimetschtern hani gern» oder «Sunestrahl tanz emaal». Andrew Bond ist einer der erfolgreichsten Musiker der Schweiz mit über 850'000 verkauften Tonträgern, rund 10 Millionen Streams und über 100 Konzerten pro Jahr. Im «Wertekompass» spricht der Musiker über seine Kindheit im Kongo, seinen persönlichen Glauben, seine politischen Überzeugungen sowie sein neues keltisches Album für Erwachsene mit tiefgründigen Botschaften.
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Kontakt
Generalsekretariat
031 351 71 71, info@evppev.ch
Alex Würzer, Generalsekretär
076 419 30 25, alex.wuerzer@evppev.ch
Dominic Täubert, Leiter Kommunikation
079 913 22 58, dominic.taeubert@evppev.ch