11.03.2010 | Abtreibungsinitiative

Initiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache"

Die Volksinitiative „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ will Abtreibungen aus dem Leistungskatalog der Krankenversicherung streichen. Sie wurde im Juli 2011 mit 110'000 Unterschriften eingereicht.

 

 

 

 

Grundzüge der Volksinitiative:

Die Eidgenössische Volksinitiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache" will Abtreibungen aus dem Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung streichen. Sie verspricht sich davon folgende Vorteile:

  • Die direkten und indirekten Gesundheitskosten werden reduziert.

  • Die Selbstverantwortung der Versicherten wird gestärkt: Wer für sich die Möglichkeit einer Abtreibung in Betracht zieht, kann eine freiwillige Zusatzversicherung abschliessen oder die Kosten direkt bezahlen.

  • Die Initiative stellt sicher, dass die obligatorische Krankenversicherung eher Leben rettet und heilt, nicht aber Leben vernichtet.

  • Die Initiative stoppt den finanziellen Anreiz durch die Krankenversicherung, Schwangerschaften abzubrechen. Das reduziert die Zahl der Abtreibungen.

Weshalb die EVP die Initiative unterstützt:

  • Niemand soll über seine Krankenkassenprämien die Abtreibungen anderer mitfinanzieren müssen.

  • Abtreibungen sind keine Krankheit und aus Sicht des Lebensschutzes unerwünscht. Sie gehören nicht zur Grundversorgung der obligatorischen Krankenversicherung.

  • Die EVP will nicht die Frauen finanziell bestrafen, sondern die Zahl der Abtreibungen möglichst senken.

  • Jugendliche unter 16 Jahren können nicht mehr ohne Wissen und Einwilligung der Eltern zur Abtreibung gedrängt werden, weil zuerst die Finanzierungsfrage geklärt werden muss.

Status der Volksinitiative:

Die Initiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache" ist im Juli 2011 mit 110'000 Unterschriften eingereicht worden.