Initiative "für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie"

Grundzüge der Volksinitiative:
Die Eidgenössische Volksinitiative "für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie" will den Betrieb von Atomkraftwerken verbieten, die bestehenden AKW nach spätestens 45 Jahren Laufzeit abstellen (früher, wenn es Sicherheitsgründe nötig machen) und den Atomausstieg dank Einsparungen, Effizienzsteigerungen und der Förderung erneuerbarer Energien realisieren.
Weshalb die EVP die Initiative unterstützt:
- Der Atomausstieg ist keineswegs sicher
Trotz Ausstiegsbeschluss des Nationalrates ist der Ausstieg noch keineswegs entschieden. Bis auch der Ständerat Ja sagt und die Alternativen aufgegleist sind, braucht es die Initiative als Druckmittel. Sie schafft auch Klarheit bezüglich der Termine. - Atomkraftwerke sind eine tödliche Gefahr
Kein Atomkraftwerk ist sicher. Je länger Atomkraftwerke betrieben werden, desto grösser ist das Risiko eines Unfalls mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt. Radioaktive Strahlung führt zu Missbildungen bei Kindern und zu Krebserkrankungen, bei extrem hoher Dosis zum Tod. - Atommüll strahlt eine Million Jahre
Es gibt weltweit keine Lösung für die sichere Endlagerung von Atommüll. Bei der (unvollständigen) Wiederaufbereitung des Atommülls gelangt zusätzlich Radioaktivität in die Umwelt. Ausserdem entsteht dabei Plutonium, welches für Atomwaffen eingesetzt werden kann. - Atomstrom ist teuer
Die Endlagerung des Atommülls ist nur teilweise im Preis für Atomstrom enthalten. Niemand weiss, wie viel sie tatsächlich kosten wird. Zudem ist die Haftpflicht bei einem Unfall gesetzlich auf rund zwei Milliarden Franken beschränkt. Die tatsächlichen Kosten eines Super-GAU sind aber 1000 Mal höher. - Alternativen rechnen sich
Die künstliche Verbilligung von Atomstrom hält Alternativen vom Markt fern. Dabei würden Investitionen in erneuerbare Energien bis zu 80 Prozent mehr Arbeitsplätze schaffen. Investitionen in AKW fliessen dagegen vor allem ins Ausland. - Uranabbau ist nicht nachhaltig
Für die Erzeugung von Atomstrom braucht die Schweiz jährlich 400 Tonnen Uran. Dazu sind wir von Lieferungen aus dem Ausland abhängig. Bei der Urangewinnung werden Radioaktivität und Giftstoffe freigesetzt.
Die Initiative "für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie" ist im Juni 2012 mit über 120'000 Unterschriften zustande gekommen. Parteipräsident Heiner Studer und EVP-Solarpionier Josef Jenni sind Mitglied des Initiativkomitees.






