23.08.2007 | Landschaftsinitiative

Volksinitiative "Raum für Mensch und Natur"

Die Landschaftsinitiative will die Zersiedelung der Schweiz bremsen und dazu das Baugebiet während der nächsten 20 Jahre auf dem heutigen Stand einfrieren. Sie ist im August 2008 mit 110'044 Unterschriften eingereicht worden und wurde aufgrund der Zustimmung zum revidierten Raumplanungsgesetz im März 2013 zurückgezogen.

Grundzüge der Volksinitiative:

Die Eidgenössische Volksinitiative "Raum für Mensch und Natur (Landschaftsinitiative)" verlangt,

  • dass Bund und Kantone gemeinsam für einen haushälterischen Umgang mit dem Boden sorgen,
  • dass das Bau- und Nichtbaugebiet getrennt und Kulturland geschützt wird,
  • eine hochwertige Entwicklung in den Siedlungen,
  • dass Bauernland, Wald und Naturflächen für die Lebensmittel- und Rohstoffproduktion und als Erholungsräume erhalten bleiben,
  • dass das Baugebiet während 20 Jahren nicht vergrössert werden darf. Wer neues Bauland einzont, muss andernorts eine zu grosse Bauzone verkleinern.

Weshalb die EVP die Initiative unterstützt:

  • Die Zersiedelung der Schweiz ist schon weit fortgeschritten. Wir verlangen einen haushälterischen Umgang mit dem Boden - der Schöpfung und unseren Nachkommen zu liebe.
  • Die Schweizer Raumplanung muss gestärkt werden. Zu oft wird sie aufgeweicht oder fällt Einzelinteressen zum Opfer.
  • Was sich beim Wald bewährt, soll auch für den Boden gelten: jede Rodung im Wald muss durch eine Aufforstung kompensiert werden. In ähnlicher Weise soll jeder eingezonte Quadratmeter Bauland durch die Verkleinerung einer zu grossen Bauzone wettgemacht werden.

Status der Volksinitiative:

Die Landschaftsinitiative ist im August 2008 mit 110'044 Unterschriften eingereicht worden und wurde aufgrund der Zustimmung zum revidierten Raumplanungsgesetz im März 2013 zurückgezogen.