11.03.2012 | Volksabstimmung

Ja zur Buchpreisbindung

Die EVP stimmt festen Bücherpreisen zu, damit Schweizer Buchhandlungen und Verlage eine Chance haben und die Vielfalt der Schweizer Literatur gewährleistet bleibt.

 

 

 

 

 

Parole der Delegiertenversammlung:  

Die DV der EVP Schweiz vom 21. Januar 2012 in Olten hat mit 54 zu 48 Stimmen eine (knappe) JA-Parole zur Vorlage beschlossen.  

 

Grundzüge der Vorlage: 

Das Buchpreisbindungsgesetz will wieder feste Bücherpreise einführen: von der Dorfbuchhandlung bis zum in- oder ausländischen Onlinebuchhändler soll für ein Buch überall derselbe Preis gelten. Der Preisüberwacher kann zu hohe Preise beanstanden. 

 

Argumente der EVP:

  • Die Buchpreisbindung stärkt Schweizer Buchhandlungen und Verlage. 
  • Die Buchhandlungen bleiben gegenüber Discountern mit reinem Bestsellerangebot wettbewerbsfähig. Die Kunden profitieren von einem breiten Buchhandlungsnetz mit guter Beratung.
  • Die Preisbindung sichert die Vielfalt und fördert die Schweizer Literatur. Die Verlage können Sortimente lancieren, in denen auch Schweizer Autorinnen und Autoren ihren Platz haben.
  • Feste Bücherpreise führen nicht zu höheren Preisen für Konsumentinnen und Konsumenten. Es gibt Hinweise, dass die Preise mit Preisbindung sogar sinken.
  • Die Buchpreisbindung sichert tiefe Buchpreise über das ganze Sortiment. Sie verhindert, dass nur Bestseller billig verkauft werden, der Preis aller anderen Bücher aber steigt.

Argumente der Minderheit:

  • Eine Minderheit der EVP-Delegierten war der Ansicht, dass es sich bei der Buchpreisbindung um ein Kartell handelt, das staatlich nicht legitimiert werden sollte.
  • Zweitens wurde bezweifelt, ob sich die Buchpreisbindung wie vorgesehen auch im Online-Handel durchsetzen lässt.

Parole der EVP: 

JA zum Gesetz über die Buchpreisbindung am 11. März 2012