Ja zur Buchpreisbindung

Parole der Delegiertenversammlung:
Die DV der EVP Schweiz vom 21. Januar 2012 in Olten hat mit 54 zu 48 Stimmen eine (knappe) JA-Parole zur Vorlage beschlossen.
Grundzüge der Vorlage:
Das Buchpreisbindungsgesetz will wieder feste Bücherpreise einführen: von der Dorfbuchhandlung bis zum in- oder ausländischen Onlinebuchhändler soll für ein Buch überall derselbe Preis gelten. Der Preisüberwacher kann zu hohe Preise beanstanden.
Argumente der EVP:
- Die Buchpreisbindung stärkt Schweizer Buchhandlungen und Verlage.
- Die Buchhandlungen bleiben gegenüber Discountern mit reinem Bestsellerangebot wettbewerbsfähig. Die Kunden profitieren von einem breiten Buchhandlungsnetz mit guter Beratung.
- Die Preisbindung sichert die Vielfalt und fördert die Schweizer Literatur. Die Verlage können Sortimente lancieren, in denen auch Schweizer Autorinnen und Autoren ihren Platz haben.
- Feste Bücherpreise führen nicht zu höheren Preisen für Konsumentinnen und Konsumenten. Es gibt Hinweise, dass die Preise mit Preisbindung sogar sinken.
- Die Buchpreisbindung sichert tiefe Buchpreise über das ganze Sortiment. Sie verhindert, dass nur Bestseller billig verkauft werden, der Preis aller anderen Bücher aber steigt.
Argumente der Minderheit:
- Eine Minderheit der EVP-Delegierten war der Ansicht, dass es sich bei der Buchpreisbindung um ein Kartell handelt, das staatlich nicht legitimiert werden sollte.
- Zweitens wurde bezweifelt, ob sich die Buchpreisbindung wie vorgesehen auch im Online-Handel durchsetzen lässt.
Parole der EVP:
JA zum Gesetz über die Buchpreisbindung am 11. März 2012
- Dateien:
2012_buchpreisbindung.pdf [68 K]






