24.02.2008 | Abstimmungsparole: NEIN zur

Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten»

Die Volksinitiative verlangt, dass in Friedenszeiten in touristisch genutzten Erholungsgebieten keine militärischen Übungen mit Kampfjets durchgeführt werden. Sie wird von der EVP zur Ablehnung empfohlen.

NEIN-Parole der Delegiertenversammlung:

Auf Antrag von Nationalrat Walter Donzé (siehe untenstehendes Referat) hat die Delegiertenversammlung der EVP Schweiz vom 26. Januar 2008 in St.Gallen mit 89 zu 25 Stimmen die NEIN-Parole zur Vorlage beschlossen.

 

Grundzüge der Vorlage:

Die Initiative will, dass „in touristisch genutzen Erholungsgebieten in Friedenszeiten keine militärischen Übungen mit Kampfjets durchgeführt werden dürfen". 

 

Argumente der EVP:

(vgl. auch den untenstehenden Artikel aus akzente)

  • Die Schweiz wird von zahlreichen zivilen Luftstrassen überzogen. Die Trainingsräume der Luftwaffe werden dadurch eingeschränkt und liegen notgedrungen auch über touristisch genutzten Erholungsgebieten.
  • Unsere Verfassung gibt der Luftwaffe den Auftrag, den Luftraum über der Schweiz zu sichern. Dazu gehört auch der Alpenraum. Übungsflüge mit Kampfflugzeugen im Gebirge sind unabdingbar.
  • Wo immer möglich wird bereits heute auf die Bevölkerung Rücksicht genommen: durch optimiertes Training, minimale Flüge, Übungen im Ausland oder auf dem Simulator. Ohne realistische Übungen mit dem Jet im Berggebiet geht es aber nicht.
  • In der Praxis verschmelzen Übungsflüge und luftpolizeiliche Einsätze der Luftwaffe, wie die Durchsetzung der zivilen Flugverkehrsregeln sowie der Luftraum-Einschränkungen, aber auch die Hilfe bei Funk- und Navigationsproblemen. Würde die Luftwaffe derart eingeschränkt, könnte sie diese Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Nicht zuletzt würden Grossveranstaltungen wie das WEF oder die EURO 08 undenkbar.
  • Die Vorlage läuft auf ein Grounding der Luftwaffe hinaus. Damit würde die Schweiz zum Sicherheitsvakuum in Europa.

Parole der EVP:

NEIN zur Kampfjetinitiative am 24. Februar!